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♫ Explaining Donkey Heaven ♫
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»Ich betrete den Korridor«: Fangen wirklich alle 398 Blogeinträge mit diesem Satz an?
Ja. Sozusagen. Wer Abweichungen findet, darf sie sich einrahmen.
Warum wird das Blog am 21. Dezember 2012 gelöscht? Hat das etwas mit dem Ende des Maya-Kalenders zu tun?
Es gibt kein Ende des Maya-Kalenders. Die Zählung des sogenannten Long Counts beginnt am Ende einfach wieder von vorn. Ob das auch für das Ende der Welt gilt, bleibt offen.
Aber könnte das Blog in seiner Gesamtheit von 398 Einträgen am Ende nicht einfach als Archiv bestehen bleiben?
Eines der Themen, die im Blog behandelt werden, ist die Vergänglichkeit, und da scheint eine endgültige Löschung nur konsequent.
Ist der Autor oder die Autorin jemand Bekanntes, oder warum wird so ein Geheimnis aus der Identität von »Cory d’Or« gemacht?
Identität ist ein weiteres der Themen, die hier beleuchtet werden.
Diese Heimlichtuerei ist doch ein Werbegag, oder?
Sie macht u. a. eine der Fortsetzungsgeschichten im Blog möglich, die mit Text Nr. 51 beginnt.
Ist das eigentlich Literatur, was du da schreibst? Und wenn ja, wie würdest du sie nennen?
Mein Freund Norbu hat sie mal »fraktale Literatur« genannt – ich nehme an, damit meint er eine Collage von Texten, die sich assoziativ und thematisch aufeinander beziehen, eine gewisse Selbstähnlichkeit auf der Themenebene aufweisen und in ihrer Dimensionalität »gebrochen« sind, indem sie Widersprüche, Alternativversionen und Meta-Perspektiven mit einschließen. Den Mix verschiedener Genres könnte man vielleicht auch postmodern oder eklektizistisch nennen – wobei ich versuche, nicht im Verwirrspiel mit Versatzstücken steckenzubleiben. Und mit der Art der Veröffentlichung handelt es sich natürlich auch um Netzliteratur.
Hm. Die Fantasy-Sachen find ich ganz gut, aber mit den SciFi-Storys kann ich wenig anfangen.
Die Kategorien und Tags für die einzelnen Texte unter dem Menüpunkt »Was noch alles?« sollen meinen Leserinnen und Lesern eine mehr oder minder gezielte Auswahl unter den verschiedenen Blogeinträgen ermöglichen. Vielleicht hilft auch mein Twitter-Account: Hier gibt’s zu jedem Text einen kleinen Teaser-Tweet mit Link – falls ich Neugier und Interesse wecken konnte: einfach klicken und den entsprechenden Korridor betreten.
Apropos »Was noch alles?«: Was bedeuten Tags wie »K.«, »Nous«, »PluriDim« …?
Stimmt, das ist vielleicht ein wenig kryptisch geraten. »K.« steht für die gleichnamige Figur bei Kafka und damit für, äh, kafkaeske Situationen. »Nous« ist ein griechisches Wort, mit dem ich die geistige Dimension des Menschen, also die – gleicher Wortstamm – Noosphäre bezeichnen möchte. Alles, was sich auf Bewusstsein, Übersinnliches und Metaphysisches bezieht, bekommt das Label »Nous«. »PluriDim« wiederum steht als Abkürzung für eine pluridimensionale, vieldimensionale Perspektive aufs Sein und verweist auf Parallelwelten und Multiversen …
Die Geschichten sind manchmal echt putzig, aber oft einfach viel zu lang. Geht es nicht auch kürzer?
Mir ist bewusst, dass die Aufmerksamkeitsspanne für Lektüre im Web eher gegen die Länge von Tweets hin tendiert. Ich möchte mir allerdings nicht nehmen lassen, auch mal tiefschürfend zu werden. Das fördert Schätze zutage, die an der Oberfläche nicht zu heben sind …
Warum stehen die Info-URLs drunter, statt dass sie gleich im Text verlinkt sind?
Das entspricht meinem persönlichen Leseverhalten: Zuerst zuendelesen, dann erst offene Fragen und Unklarheiten nachrecherchieren. (Statt mich bereits mittendrin ablenken zu lassen und von Hölzchen auf Stöckchen zu kommen.) Genau dazu sollen die Links ein Angebot sein.
Ich bin Deutschlehrerin und würde einen Ihrer Texte gerne im Unterricht verwenden.
Kontaktieren Sie mich unter Cory@Korridorium.com – ich setze mich dann mit Ihnen in Verbindung.
Ich bin Buchhändler und möchte Sie gerne für eine Lesung Ihrer Texte gewinnen.
Da muss ich Sie leider enttäuschen. Seit Text 51 werde ich von der Polizei gesucht und muss mich versteckt halten.
Wird auch die FAQ eine deiner notorischen Dada-Pointen haben?
Aber selbstverständlich. Diese hier nämlich.
Übrigens fand sich ursprünglich auf den im Berliner Bärenzwinger sichergestellten fünfzig mit mechanischen Schreibmaschinen verfassten Texten unter der Nummer 60 folgender (der wiederum auf gewisse Weise die gesamte FAQ zusammenfasst):

♫ Bummer ♫
60/398
Ich betrete den Korridor.
Warum, wollen Sie wissen?
Ganz einfach: Weil er da ist!
(Berge sind mir zu anstrengend.)

