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Das Titelbild zeigt eine in rotem Gewand mit Kapuze gekleidete Figur mit einer großen Sense, die durch einen gotischen, gewölbten Gang mit Steinboden und verzierten Fenstern läuft. Oben rechts zeigt ein digitaler Button ein Piktogramm für Feiern oder Überraschung.

♫ Arrivo tar­divo ♫


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Ich betrete den Kor­ri­dor und ziehe die Tür hin­ter mir zu. Der Lärm des Fes­tes wird zu dump­fem Gemur­mel her­ab­ge­dämpft. Ich atme tief durch und ziehe meine Maske ab. In die­sem Teil des Schlos­ses bin ich noch nie gewe­sen. Ver­mut­lich ist dies ein Gang für Bediens­tete, der zur Küche führt. Ich öffne eines der Fens­ter, damit die fri­sche Luft den Schweiß auf mei­ner Stirn trock­net. Schon Wochen, scheint es mir, ver­brin­gen wir hier hin­ter ver­schlos­se­nen Türen und mit hoch­ge­zo­ge­ner Zug­brü­cke und geben uns hem­mungs­los dem Ver­gnü­gen hin. Im Fens­ter­glas sehe ich an mei­nem Hals­aus­schnitt eine blaue Ver­fär­bung der Haut, doch ich messe ihr keine wei­tere Bedeu­tung bei. Statt­des­sen unter­su­che ich inter­es­siert das kleine, zusam­men­ge­schnürte Bün­del auf der Fens­ter­bank. Ich ent­falte einen lan­gen schwar­zen Umhang, in den eine Maske, eine große Sand­uhr und eine Sense ein­ge­wi­ckelt sind, deren Stiel sich aus­klap­pen lässt. Ich werfe mir den Umhang über und fühle mich plötz­lich wie­der jung und vol­ler Taten­drang, wage sogar ein paar kleine Tanz­schritte und Pirou­et­ten. Die Maske zeigt einen Toten­schä­del. Meine ist nutz­los gewor­den. Ich werfe sie ein­fach zum Fens­ter hin­aus. Sie lan­det irgendwo in der Tiefe des Hofes, die das fahle Licht des Mon­des nicht errei­chen kann und im Dun­keln liegt. Die Sense in der Rech­ten gibt mir ein gutes Gefühl. Die Uhr schlägt. Es ist Zeit, wie­der unter die Fei­ern­den zu gehen.