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Hell­is­lí­king

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»Ich betrete den Kor­ri­dor«, rief der Wald­mäu­se­rich, was in unkun­di­gen Ohren wie eine Reihe kur­zer Pfiffe geklun­gen hätte, »und: nichts.«

Die Wald­mäu­sin brummte unwirsch, und als ihr aus dem Kor­ri­dor ent­ge­gen­schallte »Ich komme dann jetzt zurück«, pfiff sie erregt: »Sieh gefäl­ligst noch drau­ßen vor der Tür nach. Ich bin sicher, etwas gehört zu haben.«

Der Mäu­se­rich schlich unschlüs­sig im Kor­ri­dor ihrer Wohn­höhle umher. »Es riecht ein wenig nach Fuchs«, rief er sei­ner Frau zu, die dar­auf aber nicht ant­wor­tete. Schließ­lich meinte er mit mög­lichst ent­schlos­se­ner Stimme: »Ich glaube, du hast geträumt, und wir soll­ten ein­fach wei­ter­schla­fen!« Prompt pfiff seine Gat­tin: »Ich habe Ein­bre­cher gehört, und es ist deine Auf­gabe und Pflicht, sie zu stel­len und zu ver­trei­ben. Denk nur an unsere kost­ba­ren Win­ter­vor­räte!«

»Ich bin jetzt im Ein­gangs­be­reich«, rief der Mäu­se­rich, »und: nichts. Hier ist nichts.« Das ließ die Mäu­sin nicht gel­ten: »Ich habe aber etwas gehört!«

Der Mäu­se­rich ließ die Schul­tern hän­gen und suchte wei­ter. »Ich bin jetzt drau­ßen vor der Tür«, rief er. Und: nichts.

Nach einer Weile fragte die Mäu­sin nach, doch ihr Gatte ließ nichts mehr von sich hören. Schließ­lich betrat die Wald­maus­frau höchst­selbst den Kor­ri­dor, in dem aber auch sie nichts Unge­wöhn­li­ches ent­de­cken konnte. »Muss man denn alles sel­ber machen?«, brummte sie und trat vor die Wohn­höhle, wo es ihr erging wie ihrem Gat­ten.

 

Wer war­ten kann, dem – so die Moral die­ser Fabel – springt der Fraß von selbst auf die Gabel.