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(Real) No-Brainer
Ich betrete den Korridor zwischen den Servern und schiebe meinen Werkzeugwagen durch die riesige Halle. Heute ist der Tag! Früh am Morgen kam die SMS, dass es soweit ist: Wir schlagen zu. Weltweit begeben sich die Mitglieder meines Teams in die großen Serverräume, und um genau 12 Uhr MEZ lassen wir dort unsere Bomben hochgehen.
Nine-Eleven, der 11. September, war nur ein kleiner Vorgeschmack. Diesmal zerstören wir mit einem Schlag das gesamte Internet, diese Quelle des Bösen und Verderbten. Der Westen wird straucheln und stürzen.
Wir alle, die wir uns jahrelang auf diese Aktion im Namen Gottes und unseres Anführers vorbereitet und unter falschem Namen in die Serverfarmen eingeschleust haben, werden sterben, aber Allah wird uns als Märtyrer reich belohnen. Und damit die Ungläubigen wissen, wem sie diesen Schlag zu verdanken haben, haben wir eine Website vorbereitet, auf der unsere Bekennervideos zu sehen und zu hören sind – damit sie unsere Familien mit Stolz erfüllen.
Die Bombe ist im Werkzeugwagen versteckt. Niemand hier ahnt etwas, niemand hat mir etwas angemerkt. Gleich ist es 12 Uhr MEZ. Ich lege die Hand an den Zünder. Aber Augenblick mal! Wollen wir tatsächlich der Welt die Zerstörung des Internets mit einer Website mitteilen? Ist das nicht ein Denkfehler? Allmächtiger! Es ist Punkt zwölf. Ich müsste jetzt die Bombe zünden. Meine Hand zittert. Soll ich diese Server hier nicht besser aussparen? Wenigstens sie?
Ja. Sonst wäre alles vergebens.
Ich muss dieses Opfer bringen. Es gibt keinen anderen Weg.