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The Unbe­lie­ver

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Ich betrete den Kor­ri­dor, oder genauer: den Wild­kor­ri­dor, mit dem laut Gene­ral­wild­we­ge­plan das Schran­gen­bach­tal die Lons­wi­cker Heide mit dem Wald­ge­biet um Wus­sen­ha­gen ver­bin­den soll.

Und er wird genutzt! Meine Foto­fal­len haben schon Füchse, Dachse und sogar einen Luchs auf ihrer Durch­reise ein­ge­fan­gen, dazu natür­lich aller­lei Klein­wild wie Wie­sel und Baum­mar­der. Um nun auch die Schnapp­schüsse der letz­ten Woche her­un­ter­zu­la­den, schließe ich mein Lap­top an die Wild­ka­mera an. Foto für Foto erscheint auf dem Dis­play. He, dies­mal habe ich eine kom­plette Wild­schwein­fa­mi­lie mit drei Frisch­lin­gen abge­lich­tet!

Doch das letzte Foto ist eigen­ar­tig: Ein affen­ar­ti­ges Wesen in gebück­ter, aber auf­rech­ter Hal­tung wen­det der Kamera halb den Rücken zu. Das Gesicht liegt im Halb­pro­fil; es ist dun­kel und leder­ar­tig. Das Foto ist gesto­chen scharf, alle Details sind genau zu erken­nen. Und es sieht alles echt aus.

Im Hima­laja wäre so ein Foto eine Sen­sa­tion. Oder in Nord­ame­rika. Sas­quatch oder Big­foot wer­den sie da genannt. Aber hand­feste Beweise für diese Lieb­linge der Kryp­to­zoo­lo­gen gibt es nicht.

Hier, mit­ten in Deutsch­land, gibt es weder Sich­tun­gen sol­cher Wesen noch uralte Legen­den über sie. Ein Scherz ver­mut­lich, mit der Hoff­nung, ich würde mich damit zum Gespött machen. Aber, ha, dar­auf falle ich nicht rein. Ein Klick, und das Foto ist gelöscht. Außer­dem: »Yeti« ist im Zähl­for­mu­lar der Forst­be­hörde auch gar nicht mit auf­ge­führt.

 

Kryp­to­zoo­lo­gie:Link