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Nel mezzo del cammin di nostra vita
Ich betrete den Korridor. (Was bisher geschah: Viele unterschiedliche Korridore werden von diversen Personen beiderlei Geschlechts in verschiedenen Zeitaltern und aus mannigfachen Gründen betreten.) Es hieß, ich würde dich hier finden. (Einige der Geschichten gehen gut aus, einige schlecht, viele davon sind eigentlich kaum Geschichten zu nennen, und einige wiederum haben ein offenes Ende.) Tatsächlich: Hinter eine Plastikplane auf einem Gerüst sehe ich eine Silhouette. (Neben historischen Figuren, einer Handvoll Außerirdischen, Tieren und nicht-physischen Wesen kommen zahlreiche Ich-Erzähler zu Wort, deren Identität zweifelhaft bleibt.) Ein Pinsel bewegt sich gleichmäßig an der Decke entlang – der Korridor erhält ein frisches Blau. (Die Erzählweise wechselt von sachlich zu überschwänglich, von dokumentarisch zu märchenhaft und surrealistisch, von sprachspielerisch zu existenzialistisch, und es sind Satiren über aktuelle popkulturelle Phänomene darunter.) Tatsächlich: Du bist es, die den Pinsel führt, hast blaue Farbkleckse in deinem aschblonden Haar und summst selbstvergessen unser Lied. (Für regelmäßige Leserinnen und Leser tun sich in diesem fraktal zersplitterten Blog-Roman zahlreiche versteckte Querverbindungen zwischen den Korridoren auf …) Ich nehme dich in den Arm, und du schließt beglückt die Augen. (… und in gewisser Weise scheint es sich um verschiedene Aspekte einer Sache zu handeln oder um Stationen einer bestimmten Queste.) »Wie heißt du diesmal?«, frage ich. (Es könnte um die Suche nach der blauen Blume, dem Gral oder dem Snark gehen, nach Glück, Liebe, Sinn, Mythos oder Erkenntnis – und vielleicht wird das ja im weiteren Verlauf noch offenbart.) »Red Naia«, gluckst du und schwingst den Pinsel wie ein Schwert. Dem will ich nicht nachstehen. Ich entblöße meine behaarte Brust und donnere: »Dann bin ich Tino Urmaus, der Barbar!«