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The Wee Small Voices

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Ich betrete den Kor­ri­dor, und wie erhofft umgibt mich Stille. Dies ist der ein­zige Ort der Anstalt, in dem die Stim­men in mei­nem Kopf schwei­gen. Sie fan­gen immer ganz fürch­ter­lich an zu krei­schen, wenn ich mich auf den Weg hier­her mache. »Tu’s nicht!« – »Loser­lo­ser­lo­ser­lo­ser.« – »Willst du uns alle umbrin­gen? Sehen­den Auges in dein Ver­der­ben ren­nen?!« – »Nein­nein­nein­nein­NEIN!« – »Was willst du eigent­lich bewei­sen, hä?« – »Och, bitte nicht, hab doch ein Ein­se­hen, du weißt ja gar nicht, was du da tust!« – »Die Leute den­ken, Früh­stück sei ein­fach!« – »Jetzt lauf doch nicht weg, war doch gerade so kusche­lig.« – »Ja, geh nur. Geh nur! Aus dem direk­ten Son­nen­licht raus … Du wirst schon sehen! Du wirst ganz schreck­lich ein­sam sein und über kurz oder lang wahn­sin­nig wer­den! Wahn­sin­nig, hörst du? Wahn­sin­nig!« – »Du bist böse, böse­böse, du bist böse­böse­böse­böse!«

Jetzt ist es still in mei­nem Kopf. Kein Kin­der­ge­schrei, keine flüs­tern­den Grei­sin­nen, kein Ein­peit­scher mit schnar­ren­dem Befehls­ton, keine ohren­be­täu­ben­den Non­sens-Kolo­ra­tu­ren von der Sopra­nis­tin, keine drei Naa erseh­nen eine Lie­bes­nacht mit mir, kein mis­an­thro­pi­scher Rabu­list beschwatzt mich mit sei­ner teuf­li­schen, erbar­mungs­lo­sen Logik …

Es ist still.

Nicht das lei­seste Flüs­tern.

Stille.

Fast ein wenig unheim­lich.

Mir wird ganz komisch dabei. Schnell gehe ich wie­der zurück ins Fern­seh­zim­mer.

 

Kor­ri­dor der Stim­men:Link