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♫ Blowfish ♫
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Ich betrete den Korridor. Zwar habe ich gerade die Snooze-Taste meines Weckers betätigt, aber leider drückt mir die Blase. Auf dem Klo fällt mir ein, dass ich heute Nacht einen Traum hatte, der einer Offenbarung glich. Ein Mann in einer orangen Robe und mit einer Art Mitra auf dem Kopf flüsterte mir einen Satz ins Ohr, eine Sentenz, die mir die Augen öffnete über den Zustand unserer Welt, über alle Probleme, an denen wir derzeit herumlaborieren, und über die ungeheure Chance, die sich uns gerade jetzt bieten würde – wenn wir nicht zu betriebsblind wären, sie zu erkennen. Es waren vier Wörter, das weiß ich noch, und sie waren gereimt: vier Wörter von einer unvergleichlichen Sprengkraft, eine Sentenz, die eine neue Ära der Menschheitsgeschichte, eine neue Kulturstufe einläuten würde.
Es ging um die Extreme möglicher menschlicher Lebensentwürfe, das weiß ich noch, und um die gesamte Spannweite menschlicher Ausdrucksmöglichkeiten in der Welt.
Zum Glück – fällt mir zu meiner Erleichterung ein – war ich so geistesgegenwärtig, mir die vier epochalen Worte bei einem kurzen Erwachen heute Nacht zu notieren, da ich schon ahnte, sie bis zum Morgen wieder vergessen zu haben.
Voller Spannung eile ich zurück ins Schlafzimmer und finde den Zettel auf dem Boden neben dem Bett, und in Großbuchstaben stehen sie da, die vier revolutionären Wörter, Hermes Trismegistos’ »Wie oben so unten«, Nietzsches »Gott ist tot« oder Martin Luther Kings »I have a dream« mindestens ebenbürtig.
Aber wie das so ist im Traum. Ich hätte es mir denken können. Wir sind da nicht ganz auf der Höhe, sondern besitzen oft ein kindliches und naives Gemüt, das sich für Dinge begeistert, die uns im Wachen nicht einmal ein müdes Lächeln abringen würden.
Ich muss Sie also enttäuschen.
Die Sentenz ist nicht gereimt.
Ansonsten … Na, lesen Sie selbst, ob das diese gewaltige Erkenntniskraft birgt, die ich darin gespürt hatte, ob es das begriffliche Juwel ist, das unsere Zeit beschreibt, analysiert, kritisiert und gleichzeitig einen praktikablen Lösungsvorschlag für den ganzen Unbill beinhaltet, den wir im Laufe unserer Geschichte heraufbeschworen haben, und das in diesen nur vier Wörtern: »Papst piepst, Plebs pupst.«

