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Das Titelbild zeigt eine in einen gelben Umhang gehüllte Person. Sie hält eine rote Schnur, die zu einer großen, menschenähnlichen Kreatur mit Hörnern führt, die eine gelbe Rose in ihrer behaarten Hand hat. Sie steht in einem roten Torbogen steht, hinter dem oben die Spitze eines Messers oder Dolchs erscheint.

♫ (Invi­si­ble Calls from the) Soaring Sirens ♫


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Ich betrete den Kor­ri­dor, in den der rote Faden mich lei­tet. Auf ihn bin ich zufäl­lig bei mei­ner Wan­de­rung durch die­sen end­lo­sen, laby­rin­thi­schen Palast gesto­ßen. Es muss noch jemand hier sein! Und wenn die­ser Jemand einen Faden aus­legt, dann führt mich die­ser Faden ent­we­der zu ihm und beschert mir eine will­kom­mene Abwechs­lung in mei­ner ein­tö­ni­gen Spei­sen­folge – oder er führt mich zu dem Ein­gang, durch den er her­ein­kam. Und was für ihn ein Ein­gang ist, ist für mich der Aus­gang!

Also folge ich dem Faden durch das Laby­rinth. Und tat­säch­lich: Tages­licht und das ferne Rau­schen des Mee­res. Wie habe ich die Sonne ver­misst in die­sen ein­sa­men Jah­ren! Am Ende des Kor­ri­dors sehe ich blauen Him­mel. Und eine Gestalt. Es ist eine Frau. Ich muss blin­zeln. Sie kommt mir bekannt vor. »Schwes­ter!«, sage ich. Meine Stimme klingt fremd und unge­lenk – ich gebrau­che sie seit lan­gem nicht mehr.

»Du darfst nicht hier sein«, ant­wor­tet sie. Sie ist geal­tert. Sehe ich da weiße Sträh­nen in ihrem Haar?

»Ich bin dem Faden gefolgt.«

»Das war Däda­lus’ Idee.« Hätte ich mir den­ken kön­nen. Sie sieht, dass mein Blick auf ihre Trau­er­binde fällt. »Vater …«, sagt sie und schluckt.

»Dann bin ich jetzt König.«

»Pus­te­ku­chen«, sagt eine neue Stimme – hin­ter mir. Ein schar­fer Schmerz fährt mir in den Rücken, und ich sehe die glän­zende Spitze eines Schwer­tes aus mei­ner Brust ragen. Ich will etwas sagen, doch meine Lun­gen wol­len sich nicht mehr mit Luft fül­len. Meine Beine kni­cken ein, und ich sinke in die Knie.

Von hier kann ich die Sonne sehen, die nun glei­ßend die Welt ver­schlingt, die mir eben noch offen­stand, bis meine Schwes­ter zu mir tritt, ihren Schat­ten über mich wirft, als sie sich zu mir her­un­ter­beugt, und mich gnä­dige, all­um­fas­sende Dun­kel­heit umarmt.