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Das Titelbild zeigt eine Lehrerin mit Brille neben einem Mädchen mit Zöpfen, das an einem Schreibtisch in einem Klassenzimmer vor einem großen, leeren Notizbuch sitzt und mit ernstem Blick direkt den Betrachter ansieht.

♫ Kein Orm ♫


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»Ich betrete den Kor­ri­dor« steht oben in mei­nem Heft. Alle ande­ren schrei­ben flei­ßig. Ich starre auf meine kra­ke­li­gen Buch­sta­ben. Ana tritt zu mir ans Pult – unsere Deutsch­leh­re­rin, die möchte, dass wir sie mit Vor­na­men anre­den, aber ich sage lie­ber »Frau Ried« oder am liebs­ten über­haupt nichts, wenn sie so vor mir steht und ich sie rie­chen kann, dass mir ganz komisch wird von ihrem Geruch nach fri­schen Äpfeln, und mein Mund wird ganz tro­cken davon.

»Lass dei­ner Krea­ti­vi­tät freien Lauf, schreib ein­fach, was dir dazu ein­fällt«, ermun­tert sie mich. Ich bli­cke starr auf mein Heft, weil ich weiß, wenn ich sie ansehe, dann pas­sie­ren ganz selt­same Dinge mit mir, und ich werde ganz rot und muss plötz­lich stot­tern und so.

»Na los schon! ›Ich betrete den Kor­ri­dor.‹ Und dann ein­fach wei­ter, was dir so in den Kopf kommt.«

Ich setze den Stift aufs Papier. Er zit­tert. Hof­fent­lich merkt sie es nicht. Ich fange an zu schrei­ben. Frau Ried wen­det sich ab. Ich schreibe und schreibe. Immer das­selbe, immer den glei­chen Satz.

»Ich betrete den Kor­ri­dor. Ich betrete den Kor­ri­dor. Ich betrete den Kor­ri­dor. Ich betrete den Kor­ri­dor. Ich betrete den Kor­ri­dor …«