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Sur­round Your Self With What You Love

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Ich betrete den Kor­ri­dor, und obwohl ich mich wirk­lich gern von ihm begeis­tern ließe: Er reißt mich nicht gerade vom Hocker. So geht es mir fast immer. Warum wer­den Kor­ri­dore innen­ar­chi­tek­to­nisch nur immer so nach­läs­sig und lieb­los behan­delt? Dabei haben sie weit mehr Poten­zial, als nur für Gar­de­robe, Schuh­schrank und Schlüs­sel­brett her­zu­hal­ten – oder in Büro­ge­bäu­den den Was­ser­spen­der und ein paar gerahmte Aus­zeich­nun­gen oder Natur­fo­tos zu beher­ber­gen!

Ich hatte gehofft, mit Kor­ri­dore – vom Schat­ten­da­sein zum ech­ten Glanz­punkt und dem Nach­fol­ge­band Kor­ri­dor-Power hätte ich die­sen Räum­lich­kei­ten, denen der Sta­tus, ein voll­wer­ti­ges Zim­mer zu sein, lei­der »durch­gän­gig« ver­wei­gert wird, zu mehr Auf­merk­sam­keit ver­hel­fen kön­nen. Doch weit gefehlt. Gehen Sie mal in ein Amt, in eine Schule, in eine Arzt­pra­xis, in ein Kran­ken­haus – oder sehen Sie sich ein­fach nur Ihren eige­nen Woh­nungs­flur an. Ein Schmutz­fän­ger. Eine Abstell­kam­mer. Ein not­wen­di­ges Übel auf dem Weg von Zim­mer A zu Zim­mer B. Blo­ßer Stau­raum statt groß­ar­ti­ger Wow!-Raum. Füh­len Sie sich hier will­kom­men­ge­hei­ßen, inspi­riert, ener­ge­ti­siert und rundum wohl? Wohl kaum.

Das soll anders wer­den. Man hat mich als Kor­ri­dor-Exper­ten gebe­ten, für ein Blog über Kor­ri­dore meine drei wich­tigs­ten und effek­tivs­ten Tipps kurz zusam­men­zu­fas­sen. Das will ich hier­mit tun.

 

 

  1. Geben Sie Ihrem Kor­ri­dor einen beson­de­ren Zweck – und nicht nur den, von einem Raum zu einem ande­ren zu gelan­gen. Ich habe Kor­ri­dore erfolg­reich umge­stal­tet und erwei­tert zu Begeg­nungs­stät­ten, zu Krea­tiv­kor­ri­do­ren, zu klei­nen Biblio­the­ken, zu Spiel­die­len, ja selbst zu Medi­ta­ti­ons- und Musen­flu­ren.
  2.  
  3. Ver­lei­hen Sie Ihrem Kor­ri­dor eigene Per­sön­lich­keit: Was macht ihn zu einem beson­de­ren Kor­ri­dor, der ihn von all den aber­tau­send ande­ren Kor­ri­do­ren der Stadt unter­schei­det? Stat­ten Sie ihn mit indi­vi­du­el­len Far­ben, Acces­soires, Kunst­wer­ken und Erin­ne­rungs­stü­cken aus, mit einer eige­nen Akus­tik, Beschil­de­rung, Beleuch­tung (z.  B. Spie­gel, die Son­nen­licht her­ein­ho­len!) …
  4.  
  5. Bele­ben Sie Ihren Kor­ri­dor: Pla­nen Sie attrak­tive Akti­vi­tä­ten darin – nicht nur unge­liebte Not­wen­dig­kei­ten wie viel­leicht das Schu­he­put­zen. Unter­neh­men Sie etwas in (und mit) Ihrem Kor­ri­dor, auf das Sie sich freuen, das Ihnen Ver­gnü­gen berei­tet und Ihre Lebens­qua­li­tät anhebt. Erfin­den Sie Ihr per­sön­li­ches täg­li­ches Kor­ri­dor-Ritual. Den­ken Sie an Ihren Kor­ri­dor als einen Ort, der Ihnen ans Herz gewach­sen ist und mit dem sie schöne Erin­ne­run­gen ver­knüp­fen.

 

Das moderne Leben der Infor­ma­ti­ons- und Echt­zeit­epo­che, möchte ich noch abschlie­ßend hin­zu­fü­gen, wird immer mehr von Ver­än­de­run­gen, Umbrü­chen, vom inne­ren und äuße­ren Wan­del bestimmt. Wer sich in sei­nem Kor­ri­dor wohl­fühlt, freun­det sich viel­leicht auch schnel­ler mit die­sen Über­gangs­pha­sen an, und es fällt ihm oder ihr leich­ter, in sei­nem Leben neue Türen zu öff­nen.

 

(Das Kor­ri­do­rium dankt für die wert­vol­len Tipps. Und wen das neuste Buch der Kor­ri­dor-Kapa­zi­tät und des »selbst­er­nann­ten KorriDoktor[s]« (Haus&Hof, Aus­gabe April 2011) mit dem Titel Fri­sches Chi im Kor­ri­dor: Feng Shui für die Ener­gie­bahn Ihrer Woh­nung inter­es­siert: Vor­be­stel­lun­gen wer­den ab kom­men­der Woche ent­ge­gen­ge­nom­men.)