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5 + 1 Musi­cal Let­ters

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Ich betrete den Kor­ri­dor immer gleich mor­gens zum Früh­stück 😉 Dein Twit­ter­ac­count ist da total prak­tisch, da kann ich immer gleich zum neus­ten Mär­chen kli­cken oder was auch immer du nachts wie­der für abge­fah­re­nes Zeug online gestellt hast. Auch die Mord­se­rie mit Herz find ich cool, aber die les ich immer nie, weil sie zu lang fürs Früh­stück ist, wenn nicht grade Sonn­tag ist. Und die grot­ti­gen Sound­tracks finde ich kannst du dir spa­ren oder hör am 21.12. damit auf und mach nur noch mit den Geschich­ten wei­ter, zumin­dest die kur­zen klei­nen. Also wenn du das ernst meinst mit dem Auf­hö­ren, find ich das voll kacke. 🙁 Denk an deine Fans! Du müss­test doch jetzt total im Groove mit dem täg­li­chen Cor­ri­do­ring sein. Also nimm das oben raus mit „bis 12/12/12“ und beson­ders die­ses damokli­sche „/398“, das macht mich immer echt voll ner­vös beim Früh­stück.

         – Meg D., Frankfurt/Oder (per E‑Mail)

 

 

Liebe® Cory,

danke für all die extra­va­gan­ten Kor­ri­dor-Ein­bli­cke (die mich immer mal wie­der an Ist­ván Örké­nys bezau­bernde Minu­ten­no­vel­len erin­nern). Ich habe schon herz­lich lachen, offe­nen Mun­des stau­nen, stirn­run­zelnd rät­seln und ein­mal sogar ein wenig schluch­zen müs­sen. Was für ein unge­wöhn­li­ches bel­le­tris­ti­sches Uni­ver­sum! Und wie man sich da immer wie­der unver­se­hens auf der Meta­ebene wie­der­fin­det!

[… Aber dass es nach nicht ein­mal 400 Kor­ri­do­ren vor­bei sein soll, kann ich ein­fach nicht glau­ben. Und dass dann alles auch gleich gelöscht wer­den soll! Warum? Es gibt doch wahr­lich noch mehr als genug Ideen und Anlässe, um »in die Gänge zu kom­men«. Ich helfe auch gerne mit ein paar Minu­ten­kor­ri­do­ren aus, falls Bedarf bestehen sollte. […

Mit kor­ri­do­ra­ni­schen Grü­ßen, hoff­nungs­voll,

         – Rai­ner H. aus Offen­burg (per Brief)

 

 

An das Kor­ri­do­rium und alle Betei­lig­ten.

Nicht alles hier bei Ihnen sagt mir zu, und ich bin auch längst nicht mit allem ein­ver­stan­den. Es spricht jedoch oft eine große Weis­heit und Lebens­be­ja­hung aus Ihren ori­gi­nel­len Pro­sa­stü­cken (z. B. denen mit dem spi­ri­tu­el­len Meis­ter). Seit mir aber klar gewor­den ist, dass der Blog die­ses Jahr noch enden und wenig spä­ter sogar die ganze Web­site abge­schal­tet wird, ist es für mich so, als winke im Hin­ter­grund stän­dig der Tod mit sei­ner Sense, und auch die Stü­cke selbst schei­nen mir seit­dem eher von einer gewis­sen Lebens­ver­ach­tung getra­gen als von dem Wohl­wol­len, das ich anfangs aus ihnen her­aus­zu­le­sen glaubte – ich sage nur: Nine-Ele­ven.

Den­noch fühle ich mich posi­tiv davon ange­spro­chen, dass Sie bei Ihren Lesern einen gewis­sen Bil­dungs­hin­ter­grund vor­aus­set­zen. Das ist heut­zu­tage, gerade in den Mas­sen­me­dien, immer sel­te­ner der Fall. Damit auch wei­ter­hin der Stab für ein breit­ge­fä­cher­tes Hin­ter­grund­wis­sen gebro­chen wird, möchte ich Ihnen gegen­über dafür plä­die­ren, die­sen unse­li­gen Count­down Ihres so wun­der­bar ver­spiel­ten lite­ra­ri­schen Sam­mel­su­ri­ums zu stop­pen. Könnte sich nicht im letz­ten Kor­ri­dor, auch wenn er eine Sack­gasse zu sein scheint, uner­war­tet eine kleine Geheim­tür öff­nen zu neuen (und gewiss auch wei­ter­hin sehr inspi­rie­ren­den) Erleb­nis­sen, gerne auch wie­der in Tibet? Gehen Sie in sich! Geben Sie sich einen Ruck und tref­fen Sie eine lebens­be­ja­hende Ent­schei­dung!

         – Dr. Helena v. H. (per Fax)

 

 

Hallo, Tycho;

hallo, Cory;

jede Nacht mit einem neuen Track beschallt zu wer­den, und das jetzt seit fast einem Jahr: Respekt! Die Musik füllt schon rund zehn rand­volle CDs. Hut ab! Auch wenn ich ehr­lich gesagt mit den Tex­ten nicht so viel anfan­gen kann, sind die Tracks jedes Mal wie­der für einen klei­nen Trip gut, beson­ders alles, was in Rich­tung Dark Ambi­ent geht. […

Mit Grau­sen lese ich, dass euer Blog ein Ver­falls­da­tum hat und damit der täg­li­che Nach­schub an psy­che­de­li­scher Elek­tro­nik limi­tiert ist. [… Und über­haupt: das Löschen der Web­site am 21.12.12 wider­spricht der Grund­idee hin­ter dem WWW. Schon ver­ges­sen? Das Web ver­gisst nie.

Inzwi­schen lasse ich den Track des Tages immer lau­fen, wäh­rend ich mir den neus­ten Strip von Sin­fest angu­cke. Bei­des passt manch­mal echt gut zusam­men. Sin­fest gibt’s täg­lich (!), seit zwölf Jah­ren (!!), sonn­tags in Farbe, und liegt bei knapp 4000 (!!!) Strips. Ihr soll­tet euch das zum Vor­bild neh­men und wei­ter­ma­chen. Ich wäre auch ein­ver­stan­den, wenn’s nur sonn­tags einen Text gibt, dafür aber wei­ter­hin jede Nacht einen eurer tran­cig-trip­pi­gen Sound­tracks, die in ihren bes­ten Momen­ten fast wir­ken, als hät­ten Ali­ens sie kom­po­niert. […

         aus einem offe­nen Brief im Blog Musik für Erwach­sene

 

Comics-Blog Sin­fest (engl.):Link

 

 

Don’t stop cor­ri­do­ring, dude!

         ‑Mino­tau­rus Rex (per Twit­ter-DM)

 

 
Hi Cory,

„frak­tale Lite­ra­tur“ kann nicht ein­fach irgend­wann zu Ende sein. Auch nicht an einem 12.12.12 – net­tes Datum, aber über sol­che Zah­len­spiel­chen steht „Kor­ri­do­rium“ doch drü­ber, oder?

In den ver­öf­fent­lich­ten Sto­rys kam schon mehr­fach die Ankün­di­gung, dies sei jetzt der letzte Text. Und dann ging es doch wei­ter. (Und die Ari­adne-Per­mu­ta­tio­nen sind ja auch noch längst nicht aus­ge­schöpft!)

Also wir las­sen uns gerne über­ra­schen, wenn das mit dem fina­len Schluss­punkt nur eine wei­tere Finte war und auch am 13.12.12 doch wie­der ein neues Kor­ri­dor-Frak­tal das Inter­net berei­chert …

         – Lite­ra­tur­scheune Wus­sen­ha­gen (per Post­karte)

 

 

Liebe Lese­rin­nen und Leser,

mich errei­chen SMS-Bot­schaf­ten, DMs auf Twit­ter, Mails, Post­kar­ten und Briefe mit der Bitte und der Beschwö­rung, mein Blog fort­zu­füh­ren und nicht wie ange­kün­digt enden zu las­sen. Danke fürs Feed­back! Aber auch der längste Kor­ri­dor – inklu­sive des etwas hoch­tra­bend benams­ten Infi­nite Cor­ri­dor – stößt irgend­wann an sein Ende. Schlimm? Nein. Der Ver­gäng­lich­keit wohnt eine große Kraft inne. Wenn wir sie denn zulas­sen.

Sehen Sie’s doch mal so: Wenn das Kor­ri­do­rium nicht endet, kann ich darin schlecht auf einen dra­ma­ti­schen Höhe­punkt zusteu­ern. Wobei natür­lich ins­be­son­dere in die­sem Fall der Weg das Ziel ist. Es ist immer die­ser Kor­ri­dor, der zählt. À la »Was wür­dest du tun, wenn du gerade den letz­ten Kor­ri­dor dei­nes Lebens betre­ten hast?!« (Dass er in frak­ta­ler Selbst­ähn­lich­keit alle ande­ren beinhal­tet, steht wie­derum in einem ande­ren Kor­ri­dor …)

         – Cory d’Or (aus einem Inter­net­café in Tofino, Kanada)