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The Drum Leads the Way (Exc)
Ich betrete den Korridor, der sich zwischen den mächtigen Wurzeln einer Eiche öffnet und tief in den Bauch der Erde hinabführt – mein Eingang in die Untere Welt. Monotoner Trommelschlag begleitet mich, während ich, meine Hand ausgestreckt ins Energiefeld einer Freundin, nach deren verlorengegangenen Seelenfacetten zu suchen beginne.
Meine Reise führt mich durch das Land der ungewollten Toten – ein fürchterlicher Ort, fahl und düster, mit schattenhaften Wesen, die wie gierige Vampire über mich herfallen würden, wenn sie mich als das erkennen würden, was ich bin: ein Lebender. Also werfe ich mir einen grauen, schattenhaften Umhang um und bewege mich quälend langsam zwischen ihnen hindurch, während ich alles Lebendige in mir verneine, um nicht aufzufallen. Mein Lebensmut scheint gänzlich aus mir herauszurinnen, und ein bleicher Schleier legt sich über mich. Das Graue Land erstreckt sich endlos nach allen Seiten – als ich fast schon aufgeben will, habe ich es endlich durchquert und kann wieder, begleitet von meinem Totemtier, das während meiner Reise über mich wacht und mich leitet, in die Lüfte steigen. Schließlich erreichen wir auf der anderen Seite eines wilden Ozeans eine zerklüftete Küste, an der eine einsame Hütte steht. Hier lebt ein junger Mann – mein Krafttier zieht sich zurück, um ihn nicht zu erschrecken. Er sieht mit traurigen Augen aufs Meer hinaus.
Ich rede mit ihm. Er will nicht zurück, zu sehr belastet ihn die Erinnerung an ein furchtbares Ereignis – eines, wie sie im Laufe unseres Lebens immer wieder Narben auf der Seele hinterlassen. Schließlich kann ich dem jungen Mann klarmachen, dass seine Hilfe, seine Energie, seine Leidenschaft gebraucht werden. Er wird schrecklich vermisst.
Das rührt ihn, und er gibt zu, dass er sich hier an diesem Ort verloren und vergessen fühlt. Ich nehme ihn an der Hand und ziehe ihn mit mir. Die Trommel schlägt schneller. Mein Krafttier schleudert mich durch die Luft, und ich finde mich zwischen den Wurzeln der Eiche wieder. Wir sind zurückgekehrt. Die Trommel schweigt.
Ich schlage die Augen auf, und die Hand, in der ich soeben noch die des jungen Mannes gespürt habe, schwebt leer über der Brustgegend meiner reglos und wie in Trance daliegenden Freundin.
Ich hoffe sehr, dass die Energie, die ich als jungen Mann wahrgenommen habe, dorthin zurückkehren konnte, wo ihr Platz ist. Meine Freundin jedenfalls reckt und streckt sich, hat Hunger bekommen und will mich zu einem reichhaltigen Abendessen einladen – gespannt darauf, was ich von meiner Reise zu erzählen habe.
Bonustrack (die ganze Reise):
The Drum Leads the Way