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Through Palmists’ Eyes

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Ich betrete den Kor­ri­dor, und zwar, tataTaTAAA!, als Bene­fizver­anstal­tung. Die ganze Aktion, das Kor­ri­dor-Hap­pen­ing sozusagen, find­et heute – entschei­de ich jet­zt ein­fach mal spon­tan – zugun­sten ein­er guten Sache statt.

Ich bin’s leid, es immer nur auf eigene Rech­nung zu machen. Dies­mal bin ich großzügig und lasse alle Einkün­fte ein­er Organ­i­sa­tion zukom­men, die sich auf die Fahne geschrieben hat, unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen. Da hat die Organ­i­sa­tion was davon, die Welt, und let­ztlich auch ich, weil ich mir damit den Ruf erar­beite, auch mal an andere zu denken und das große Ganze im Blick zu haben, das, was wirk­lich wichtig ist, über den kurzfristi­gen Prof­it hin­aus. So ist allen geholfen. Deshalb jet­zt spon­tan diese Bene­fiz-Aktion mit dem heuti­gen Kor­ri­dor.

Welche Organ­i­sa­tion die Erlöse erhält? Tja, hab ich mir noch nicht über­legt. Müsste natür­lich etwas sein, das nicht gle­ich auf der Hand liegt. Dürfte vielle­icht sog­ar einen leicht­en sur­re­al­is­tis­chen Touch haben. Der Club der Solip­sis­ten vielle­icht (der die Welt darüber aufk­lären will, dass es nur ein Bewusst­sein gibt, näm­lich meins, meins und meins), oder die Old­en­burg­er Höhenökol­o­gis­che Offen­sive (die für all die Tiefenökolo­gen in den Gremien als Aus­gle­ich dienen möchte und »biosphärische Dif­feren­ziertheit« fordert)?

Nein, jet­zt mal im Ernst. Was habe ich schon zu spenden, was brin­gen mir meine uner­müdlichen Anstren­gun­gen schon ein? Doch höch­stens Spott und Stirn­run­zeln, wenn es nicht sog­ar im gesamten deutschen Sprachraum bei kom­plet­ter Gle­ichgültigkeit gegenüber meinem heuti­gen Kor­ri­dor-Hap­pen­ing bleibt. Spott, Kopf­schüt­teln und Indif­ferenz: Wem kön­nte das dienen?

Genau.

Den Kreation­is­ten.

Also: Ich betrete heute den Kor­ri­dor gle­ich fünf­mal, ein­mal für jeden fün­ften Deutschen, Schweiz­er und Öster­re­ich­er, der oder die glaubt, das Leben, das Uni­ver­sum und der ganze Rest sei vor rund sech­stausend Jahren erschaf­fen wor­den und alles, das etwas anderes nahelegt, nur eine Prü­fung unseres Glaubens. Sprich: Sämtliche heuti­gen Erlöse (im Sinne von »Erlöse uns von der Dummheit!«) kom­men denen zugute, die fest davon überzeugt sind, Jesus habe bei sein­er wun­der­baren Brotver­mehrung selb­stver­ständlich auch die Dinosauri­er gespeist. Zumin­d­est die veg­e­tarischen. Amen.

 

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