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♫ Haunt­ed by the Zeit­geist ♫


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Ich betrete den Kor­ri­dor und bin ein biss­chen aufgeregt: Es ist das erste Mal, dass ich Cor­ri­dor­ing betreibe. Ja, klar, ich weiß auch, dass man nicht gle­ich jeden viralen Fun-Trend aus dem Inter­net mit­machen sollte. Aber irgend­wie entspricht mir die Sache – vielle­icht, weil sie sich hin­ter Masken ver­steckt. Oder weil es sich um einen antiken Mythos han­delt. Jeden­falls: mir einen Stierkopf zu basteln und mich damit in einem Kor­ri­dor mein­er Wahl zu fotografieren – die Idee hat irgend­wo tief in mir drin etwas aus­gelöst, und ich wollte unbe­d­ingt mit dabei sein. Ich kann nur hof­fen, dass auch andere ihre Fotos in die Galerie posten, mit selb­st­ge­bastel­tem Stierkopf in einem Kor­ri­dor ihrer Wahl, was sich dann langsam zu einem unüberse­hbaren Geflecht aus Gän­gen und Fluren auswächst: das magis­che Land Kor­ri­dorien sozusagen, ein virtuelles weltweites Labyrinth, durch­wan­dert von einem ein­samen, ver­wirrten Mis­chwe­sen.

Ist doch irgend­wie ein hüb­sch­er Aus­druck unseres Zeit­geists, oder?

Nun, genü­gend Kor­ri­dore für ein solch­es Foto hat das Atom­i­um dur­chaus zu bieten. Ich hat­te es gle­ich vor Augen, als von Kor­ri­doren die Rede war, und wie sich her­ausstellte, muss ich nur früh genug hinein, damit nicht schon über­all Touris­ten herum­laufen und der Gehörnte auch wirk­lich allein auf dem Bild ist.

Ich baue die Kam­era auf, hole die Papp­maché-Maske aus dem Ruck­sack, stelle den Selb­staus­lös­er ein und bringe mich mit hän­gen­dem Kopf in Posi­tion …