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♫ Glue Trapped ♫
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»Ich betrete den Korridor« heißt eine Sammlung von Texten, mit der ein angeblicher Autor oder eine Autorin, vermutlich jedoch ein ganzes Kollektiv bösmeinender Umstürzler versucht, ein gefährliches gedankliches Virus über das Internet zu verbreiten.
Bewusst nimmt der Geist des Lesers nach dem repetitiven »Ich betrete den Korridor« nur eine mehr oder minder gut konstruierte Kurzgeschichte wahr, die sich oft in Unverständlichkeiten oder Nonsens verliert und meist keine richtige Pointe hat. Das dürfte Absicht sein, denn subliminal nimmt der Geist beim Lesen etwas ganz anderes auf: Die mantrahafte Wiederholung von »Ich betrete den Korridor« erzeugt einen zunehmenden Tunnelblick. Leser sind jetzt besonders sensibel für Botschaften unterhalb der Bewusstseinsschwelle, die ihnen mittels versteckter archetypischer Schlüsselwörter vermittelt werden.
Die Botschaft der »Ich betrete den Korridor«-Texte scheint oberflächlich im ironischen und postmodernen Spiel mit Versatzstücken zu bestehen. Tatsächlich jedoch wird heimlich antikapitalistisches und anti-szientistisches, sogenanntes »pluridimensionales« und damit in Wirklichkeit okkultes Gedankengut vermittelt und die Leser einer Art schleichenden Gehirnwäsche unterzogen. »Ich betrete den Korridor« öffnet sich unmerklich einer gemeingefährlichen Ideologie, dem Korridorismus, der letztlich zu Paranoia und der Vorstellung führt, überall seien Verschwörungen am Werk, und der aller Voraussicht nach in einer völligen Zerrüttung der Nerven endet.

