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Das Titelbild zeigt die Innenansicht eines alten, reich gefüllten Antiquitätengeschäfts mit hohen Regalen voller Bücher, antiken Vasen, Kerzenleuchtern und einem großen, verzierten Teppich auf dem Boden unter einer Kuppel mit buntem Glasfenster. Ein digitaler Button zeigt eine altertümliche Geldbörse.

♫ Tre­asure Chest Dwel­lers ♫


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Ich betrete den Kor­ri­dor, in dem der Anti­quar seine unver­käuf­li­chen Arte­fakte lagert. Er tut so, als sei es eine große Ehre, von ihm hier­her­ge­führt zu wer­den. Mit blu­mi­gen Wor­ten beschreibt er, was er angeb­lich nie an den Mann brin­gen wird, aber auch nicht ein­fach leich­ten Her­zens weg­wer­fen kann:

Ein Unsterb­lich­keits­elexir, das das Altern nicht ver­hin­dert. (Wäre viel­leicht etwas für den größ­ten Feind oder die Ehe­frau, wenn man sicher sein will, im Alter noch gepflegt zu wer­den, meint der Anti­quar mit einem zwei­deu­ti­gen Lächeln. Ich winke ab.)

Eine Tarn­kappe, die den Trä­ger aber nur run­ter bis zu den Knien unsicht­bar macht. (In hohem Gras könne sie viel­leicht nütz­lich sein, meint der Anti­quar ver­son­nen. Ich winke ab.)

Ein flie­gen­der Tep­pich, der buch­stäb­lich nur im Tempo einer Schne­cke von der Stelle kommt. (Dafür steigt er aber auch nur ein paar Zen­ti­me­ter hoch, maxi­mal, meint der Anti­quar und schürzt die Lip­pen. Ich winke ab.)

Ein magi­scher Schlüs­sel, mit dem man zwar keine Türen auf­be­kommt, sie dafür aber für immer ver­schlie­ßen kann. (Er solle viel­leicht mal bei der Atom­in­dus­trie anfra­gen, meint der Anti­quar gespielt nach­denk­lich, als sei ihm diese Idee gerade erst gekom­men. Ich winke ab.)

Ein Fläsch­chen mit einer Wahr­heits­droge, die aller­dings die Neben­wir­kung hat, dass die Wahr­heit in aller minu­tiö­sen Deut­lich­keit erzählt wird und das Opfer sich heil­los in Details ver­liert, ohne je zum ent­schei­den­den Punkt zu kom­men. (Manch­mal habe er den Ein­druck, der Sud werde bei gewis­sen Talk­shows im Fern­se­hen ein­ge­setzt, meint der Anti­quar und lacht etwas gequält. Ich winke ab.)

Die Bun­des­lade, die in Wirk­lich­keit ein quan­ten­me­cha­ni­sches Funk­ge­rät ist, mit­tels des­sen man mit Gott tele­fo­nie­ren kann. (Also mit dem bibli­schen Jehova, erklärt der Anti­quar jovial und fügt an, dass die­ser schon seit eini­ger Zeit den Hörer nicht mehr abnimmt. Er lächelt ver­schmitzt: kein AB. Ich winke ab.)

Ein Lie­bes­trank, der dazu führt, dass, wer ihn zu sich nimmt, in unsterb­li­cher Liebe zu sich selbst ent­brennt. (Wobei dies für viele von der Liebe Ent­täuschte, meint der Anti­quar mit einem Sei­ten­blick zu mir, ja eigent­lich nach der per­fek­ten und nach­hal­ti­gen Lösung klinge. Ich winke ab.)

Ein Buch, das sich, wenn man es auf­schlägt, in die­sem Moment selbst schreibt. (Es stün­den aber immer nur kleine, ver­wor­rene Geschich­ten drin über jeman­den, der Gänge oder Flure oder so betritt, nein, »Kolon­na­den« heiße es da immer – jeden­falls könne mit dem Geschreib­sel kein Mensch etwas anfan­gen, meint der Anti­quar miss­mu­tig. Ich frage, wie viel er dafür haben will.)