377/398
Wohin keine Türen führen
Ich betrete den Korridor. Es hängen Gemälde an den Wänden zwischen den Türen, doch die Bilder sind groß und reichen bis auf den Boden, während die Türen in Augenhöhe hängen und goldene, geschnitzte Rahmen haben. Hier bin ich richtig. Voller Vorfreude betrete ich eins der Gemälde, das eine weite und hüglige Landschaft zeigt, in der eine kleine Herde Guanakos weidet. Keine Anzeichen einer Zivilisation. Der Wind streicht mir durchs Gesicht, das Pampasgras kitzelt unter den nackten Füßen. Keine Dielen, Gänge, Galerien, Katakomben, Zimmerfluchten und Flure mehr – endlich. Ich wandere in Richtung der fernen schneebedeckten Berge, bis ich nur noch ein kleiner Punkt vor den bewaldeten Hängen bin und schließlich verschwinde, als habe es mich nie gegeben.