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Smoke and Mir­rors

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Ich betrete den Kor­ri­dor zwi­schen Wohn­haus und Garage, ein schma­ler, schmuck­lo­ser Gang mit einer klei­nen Nische in der Wand, in der ich über Jahre hin­weg die Knöll­chen fürs Falsch­par­ken gesam­melt habe. Seit ich den Wagen abge­schafft, in der Garage mein Arbeits­zim­mer ein­ge­rich­tet und die Schreib­ma­schi­nen dort ein­ge­räumt habe, stand die Nische eine Zeit­lang leer. Jetzt habe ich ein Bron­ze­schäl­chen hin­ein­ge­stellt und ent­zünde darin, bevor ich mor­gens mit der Arbeit beginne, ein Stück hauch­dün­nen Papiers: Ein rüh­ri­ger Ver­lag in Peking hat eine Über­set­zung die­ser Minia­tu­ren ins Chi­ne­si­sche gedruckt, in Form eines Jah­res-Abreiß­ka­len­ders aus soge­nann­tem Chi­nese Bur­ning Paper mit 365 Kalen­der­blät­tern. Diese wer­den, nach dem täg­li­chen Lesen, in der im Kauf­preis inbe­grif­fe­nen Schale ver­brannt, was nicht nur gut riecht, son­dern dar­über hin­aus kräu­seln­den, gelb­grauen Rauch erzeugt, der die Fan­ta­sie anre­gen soll.

 

Chi­nese Bur­ning Paper (engl.):Link