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Über­sprung­hand­lung

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Ich betrete den Kor­ri­dor, weil ich wie­der mal ein­sam­meln muss, was mir in mei­ner Woh­nung, zer­streut wie ich bin, im Lauf des Tages so alles abhan­den gekom­men ist. Und da kommt aller­hand zusam­men.

Ist viel­leicht grund­sätz­lich etwas daran falsch, wie ich mei­nen All­tag hand­habe: Hab erst im Bad die eine Hand-die-die-andere-wäscht lie­gen gelas­sen, dann am Früh­stücks­tisch eine Hand an der Kaf­fee­tasse ver­ges­sen, hab unten im Haus­flur eine Hand im Brief­kas­ten, im Hof eine an der Müll­tonne ver­lo­ren, hab eine am Tele­fon­hö­rer ver­schus­selt, zweie habe ich offen­bar beim Annä­hen eines Knop­fes ver­bum­melt, und zwei wei­tere fan­den sich traut ent­zweit auf den Tas­ten mei­nes Kla­viers.

Die habe ich alle wie­der ein­ge­sam­melt, aber eine fehlt mir noch. Hier im Kor­ri­dor ist sie nicht, zwi­schen den Büchern kann ich sie auch nicht ent­de­cken, im Bett und im Klei­der­schrank hab ich nach­ge­guckt, im Bad hab ich alles durch­sucht, doch meine Nach­for­schun­gen dort för­der­ten nur einen ver­schol­len geglaub­ten Pfef­fer­streuer zutage. Wo kann sie nur sein?

Ach, wie lächer­lich, gerade kratze ich mir den Kopf, und da finde ich die feh­lende, im Haar hängt sie mir, hätte ich mir gleich den­ken kön­nen, vom Haa­re­rau­fen ver­mut­lich, dar­über, dass ich immer so schreck­lich zer­streut bin.