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The Soul Speaks Quietly

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Ich betrete den Kor­ri­dor. Es ist ein klei­nes Hos­piz, und der Kor­ri­dor, der zu den Zim­mern führt, endet in einer Art Win­ter­gar­ten mit zwei, drei gro­ßen Grün­pflan­zen und einem Korb­ses­sel. Dort setze ich mich hin­ein, denn ich will das Gespräch von gerade eben noch ein­mal Revue pas­sie­ren las­sen.

Es ist selt­sam, dass es mir als ihr Seel­sor­ger fast immer umge­kehrt wie den Ster­ben­den selbst geht. Bei denen, die kämp­fen, sich ans Leben klam­mern und nicht wahr­ha­ben wol­len, dass es mit ihnen zu Ende geht – warum sind sie sonst hier im Hos­piz? –, kann ich leicht los­las­sen. Doch die, die ihren Wider­stand auf­ge­ge­ben haben und ihrem Able­ben gelas­sen ent­ge­gen­se­hen: Die las­sen mich nicht los. Sie wol­len mir ein­fach nicht aus dem Kopf gehen und ver­fol­gen mich manch­mal bis in den Schlaf.

Dabei müsste ich mir doch um ihre See­len gar keine Sor­gen machen. Oder ist es meine Seele, die mich sorgt? Viel­leicht sollte ich auch ein­mal ihr acht­sam und unvor­ein­ge­nom­men zuhö­ren.