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Trum­ping Bum­per Cars

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Ich betrete den Kor­ri­dor, der den U‑Bahnsteig mit der unter­ir­di­schen Mall ver­bin­det. Ein jun­ger Mann kommt mir ent­ge­gen, des­sen Gesicht mir bekannt vor­kommt. Ich kann ihn nur nicht rich­tig ein­ord­nen. Er jeden­falls erkennt mich. »Willst du zum Inter­net-Café?«, fragt er. Er hat dunkle Ringe unter den Augen und sieht mit­ge­nom­men aus. Klar will ich zum Inter­net-Café, wie jeden Tag um die Zeit – mein Blog füt­tern. Die kleine 24-Stun­den-Klit­sche in der Unter­füh­rung ist ja fast schon meine zweite Hei­mat. Und klar ist mir inzwi­schen auch, wer der junge Mann ist. Der steht da hin­ter der Theke und kas­siert mei­nen Euro für die Stunde am Com­pu­ter – alters­schwa­che PCs mit Düsen­jet-Lüf­tern und einem der­art lang­sa­men Sei­ten­auf­bau, dass ich mir immer zwi­schen fünf und zehn von den kos­ten­lo­sen Kaf­fees von sei­ner Theke hole, bis die Online-Stunde vor­über ist.

»Wir haben dicht­ge­macht«, sagt er, »hat sich wohl nicht ren­tiert. Sind inzwi­schen ja auch alle mit ihren Smart­phones online.« Ach ja? Dann wohl alle bis auf mich. Dumm gelau­fen. Ich frage ihn, was jetzt aus ihm wer­den soll.

»Bin den Job los. Ist nicht mal zehn Minu­ten her. Hab kei­nen Schim­mer, was ich machen soll, weiß sonst nichts. Hast du was für mich?« Was soll ich für ihn haben? Bin selbst seit ein paar Jah­ren nur eine die­ser Ich-AGs, die stän­dig hart am Hart­zen vor­bei­schrap­pen. Und von wo soll ich jetzt ins Netz, mein Blog betreuen?

»Kauf dir’n Smart­phone«, sagt er und grinst säu­er­lich.

»Kann ich mir nicht leis­ten«, ant­worte ich und grinse dabei ebenso schief, »aber zwei Kaf­fee sit­zen drin. Komm, ich lad dich ein.«

 

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