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♫ Gömul speki ♫
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Ich betrete den Korridor. Dieser schmale Gang zum ehemaligen Kohlenkeller ist der Ort, an dem ich meine kleinen Lebensweisheiten zu Papier bringe. Es riecht hier muffig und ist eng, schmucklos und dämmrig, aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund überfällt mich hier in schöner Regelmäßigkeit die Inspiration. Es ist fast, als würde eine fremde, weisere Hand meine Feder führen. Ich habe mir einen alten hölzernen Bürostuhl mit Rollen in die Ecke neben den spinnwebenverhangenen Holzverschlag gestellt – und eine Kerze auf einen schmalen, steinernen Vorsprung an der Wand, der von einer Reihe kleiner, rätselhafter Löcher durchbrochen ist, die möglicherweise einmal der Aufhängung von Werkzeugen, Fetischen oder Foltergeräten gedient haben mögen. Hier liegen Notizbuch und Federhalter bereit, hier schreibe ich – beginnend mit dem Dreiviertelstundenschlag der Standuhr, der aus den Biedermeier-Räumlichkeiten darüber dumpf zu mir herunterdringt – meine Gedanken nieder, das Büchlein auf die Knie gelegt, um pünktlich zum Einuhrschlag meine Feder fallenzulassen, die Kerze wieder auszublasen, die Stiege hinaufzugehen und mich dann ohne weitere Umschweife zu Bett zu begeben.

