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Das Titelbild zeigt einen schmalen Waldweg zwischen hohen Bäumen, der zu einer großen, rostigen Metallwand mit Nieten führt, vor der ein Vogel flattert, während im Vordergrund ein Eichhörnchen sitzt.

♫ Bey­ond the Point of No Return ♫


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Ich betrete den Kor­ri­dor, gefolgt von mei­ner Truppe. Infer­na­li­sche Hitze schlägt uns ent­ge­gen, der Kor­ri­dor ist ein ein­zi­ges Flam­men­meer. Tja, der Schatz aller Schätze mag gut geschützt sein, doch ich habe Hel­fer dabei. Meine zwei Feu­er­sa­la­man­der tre­ten an. Sie salu­tie­ren und bege­ben sich in die lodernde Hölle, um zur gegen­über­lie­gen­den Seite zu gelan­gen, wo sie den Flam­men­wer­fern den Saft abdre­hen. Der Weg ist frei. Wir mar­schie­ren wei­ter, zwi­schen den ruß­ge­schwärz­ten und noch glut­hei­ßen Wän­den hin­durch.

Das nächste Por­tal und der Gang dahin­ter sind kom­plett mit Erd­reich aus­ge­füllt – hier ist meine Maul­wurf­bri­gade gefragt. Sie set­zen ihre Helme auf und machen sich an die Arbeit. Wenig spä­ter kön­nen wir pas­sie­ren.

Wir sto­ßen auf ein abwärts­füh­ren­des Trep­pen­haus vol­ler Was­ser. Auch daran habe ich gedacht. Klar, dass es der ele­men­tarste aller Schätze, der sich schon Jahr­zehn­tau­sende lang allen Grab­räu­bern ent­zieht, uns nicht leicht macht. Die Sumpf­schild­krö­ten set­zen sich in Marsch und tau­chen die Stu­fen hinab. Offen­bar fin­den sie bald dar­auf den Aus­lass, denn mit einem Mal sinkt der Was­ser­spie­gel. Ein letz­tes wäss­ri­ges Rülp­sen hallt im Trep­pen­haus nach, und wir kön­nen hin­un­ter­stei­gen, wenn auch die Stu­fen noch ziem­lich glit­schig sind und wir auf­pas­sen müs­sen, nicht lang hin­zu­schla­gen.

Im nächs­ten Kor­ri­dor wach­sen Mam­mut­bäume so eng neben­ein­an­der, dass dort kein Durch­kom­men ist. Nicht ein­mal meine Hand kann ich zwi­schen den Stäm­men hin­durch­ste­cken. Holz? Ich hatte Luft erwar­tet. Oder Aris­to­te­li­schen Äther. Aber Holz? Flei­ßig bege­ben sich die Ter­mi­ten ans Werk. Doch obwohl sie sich voll ins Zeug legen, kom­men sie nicht son­der­lich schnell voran. Es dau­ert Tage, bis sie die Bäume zu Holz­mehl ver­ar­bei­tet haben. Die Moral der Truppe sinkt. Einige glau­ben nicht mehr an einen Erfolg und keh­ren um, obwohl ich beschwö­rend an sie appel­liere, nicht auf­zu­ge­ben. Jetzt hält nur noch ein Bruch­teil derer zu mir, die mit mir auf­ge­bro­chen sind.

Der letzte Kor­ri­dor – denn nach alter Über­lie­fe­rung kön­nen es nicht mehr als fünf sein – ist wie­der ange­füllt. Doch nicht mit Luft oder Äther, son­dern mit Metall. Das Por­tal öff­net sich auf mas­si­ves Eisen, womög­lich in flüs­si­ger Form in den Kor­ri­dor gegos­sen und dann erkal­tet. Wir Übrig­ge­blie­be­nen bli­cken uns an. Damit hat kei­ner von uns gerech­net. Ich werfe einen ver­zwei­fel­ten Blick auf unse­ren bunt zusam­men­ge­wür­fel­ten Trupp. Die­sem Mate­rial ist kei­ner von uns gewach­sen.

Ein Zwit­schern. Ich schaue hoch. Ein klei­ner Vogel fliegt heran, ohne uns zu beach­ten. Einen Moment lang schwebt er flat­ternd vor der mas­si­ven Eisen­wand, wetzt sei­nen Schna­bel kurz daran, und fliegt dann wie­der davon. An der Stelle, an der er – ver­mut­lich schon zum wer­weiß­wie­viel­ten Mal – sei­nen Schna­bel gewetzt hat, ent­deckt das Eich­hörn­chen eine kleine Ein­buch­tung im Metall und macht uns piep­send dar­auf auf­merk­sam.

Auch an die­ser Legende ist also etwas Wah­res dran. Doch nun wer­fen sogar meine letz­ten Getreuen das Hand­tuch und machen kehrt – offen­bar nicht mit der Geduld und Hart­nä­ckig­keit eines Vögel­chens aus Hin­ter­pom­mern geseg­net, das alle hun­dert Jahre ein­mal mit dem Schna­bel kurz ins Eisen pickt. Nur ich, als letz­ter der Schatz­su­cher, setze mich mit ver­schränk­ten Armen vor das nackte Metall. Jetzt bin ich schon so weit gekom­men. Da schreckt mich auch nicht mehr, war­ten zu müs­sen, selbst wenn es ein Weil­chen dau­ern sollte.