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Das Titelbild zeigt einen Raum mit Kunstwerken: links eine Büffelskulptur, mittig ein Relief mit kämpfenden Figuren, rechts ein gerahmtes Landschaftsgemälde mit einer Person in rotem Gewand, davor ein großes rotes Wollknäuel mit einem Faden, der zu einem kleinen Steinbänkchen führt.

♫ Uvs Nuur ♫


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Ich betrete den Kor­ri­dor. Den Faden, der hin­durch­läuft, rolle ich immer wei­ter auf: Ich habe bereits ein beacht­li­ches Knäuel in der Hand. Ich sehe, dass der Faden unter einer der Türen ver­schwin­det. Hier werde ich sie fin­den, hier war­tet sie auf mich! Ich werfe das Knäuel acht­los von mir und laufe zu der Tür, die sich in nichts von den zahl­lo­sen ande­ren unter­schei­det. Als ich sie öffne und mit ihrem Namen auf den Lip­pen hin­durch­eile, steht mir ein Wesen mit einem Stier­kopf gegen­über und reißt mir mit einem sei­ner Hör­ner das Fleisch mei­ner Brust auf, legt mein Herz frei. Ich stürze zu Boden. »Er ist doch mein Bru­der«, höre ich ihre Stimme ganz nah an mei­nem Ohr.

Wie viele vor mir? Und wie viele wer­den sie noch locken? Und all das viele Blut … Der Was­ser­fall in mei­nen Ohren wird lau­ter und lau­ter, bis nur noch ein alles ver­schlin­gen­des Rau­schen da ist, das mich gnä­dig in sich auf­nimmt.