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Magerøya

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Ich betrete den Kor­ri­dor und ver­wandle ihn auf Knopf­druck in mein Arbeits­zim­mer. Der Schreib­tisch klappt aus der Wand unter dem Fens­ter, und dort, wo eben noch die Dusche gewe­sen ist, schiebt sich ein Bücher­re­gal aus der Wand. Ges­tern Abend habe ich mit mei­nem Wohn­mo­bil das Nord­kap erreicht.
Meine irra­tio­nale, aber unüber­wind­li­che Angst, mich unter freiem Him­mel auf­zu­hal­ten, erschwert mir meine Arbeit als Rei­se­jour­na­list nicht wirk­lich wesent­lich: Vom Sei­ten­fens­ter mei­nes rol­len­den Heims habe ich einen guten Blick auf den Git­ter­glo­bus, den die Nor­we­ger hier auf Stahl­stre­ben mon­tiert haben, um so den nörd­lichs­ten Punkt Euro­pas zu mar­kie­ren – zumin­dest den, der auf vier Rädern erreicht wer­den kann. Die Nord­ka­phalle ist ver­glast. Im Inne­ren kann ich den Thai-Pavil­lon und das Post­amt erken­nen. Bestimmt besorgt mir irgend­ein freund­li­cher Tou­rist dort auch mein per­sön­li­ches Nord­kap­di­plom.
Ich beginne mit der Nie­der­schrift mei­ner Ein­drü­cke.

 

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