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Das Titelbild zeigt ein unordentliches Künstleratelier mit verwitterten Wänden, einem roten Tisch in der Mitte, mehreren Staffeleien und verstreuten Malutensilien sowie metallenen Gerätschaften auf dem Boden und Hockern. Zentral hängt ein abstraktes Gemälde an der Wand.

♫ Alte­ring the Inte­gral Tri­angle ♫


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Ich betrete den Kor­ri­dor. Und obwohl ich den Weg zum Ate­lier schon hun­derte, viel­leicht tau­sende Male gegan­gen bin, ist heute etwas anders als sonst. Ich bli­cke auf die kubis­ti­schen Gemälde an den Wän­den, die kurio­sen Figu­ren und Maschi­nen­we­sen in den Nischen – Lieb­linge, Unver­käuf­li­ches, kleine Kunst­werke, die ich ein­mal als inspi­rie­rend und viel­leicht lebens­be­stim­mend emp­fand. Jetzt plötz­lich füh­ren sie mir vor Augen, dass die Zeit nicht aus­rei­chen wird. Dass ich mir zu viel vor­ge­nom­men habe. Dass ich nicht glau­ben soll, ich könne all das, was in mei­nen Notiz­bü­chern einer Umset­zung harrt, jemals zuen­de­brin­gen. Ich werde unfer­tige Gemälde hin­ter­las­sen, Skulp­tu­ren, von denen es nur Skiz­zen gibt, Col­la­gen, die kaum über das Ideen­sta­dium hin­aus­ge­langt sind, ein chao­ti­sches, frag­men­tier­tes, in sei­ner Gesamt­heit unver­ständ­li­ches Kon­vo­lut: rät­sel­haft und aller Wahr­schein­lich­keit nach gründ­lich miss­ver­stan­den.

Schwin­del erfasst mich, und ich muss mich an die Wand leh­nen. Ich nehme mir vor, mehr zu schaf­fen, weni­ger zu schla­fen, mich nicht mehr ablen­ken zu las­sen, son­dern auf das Wesent­li­che zu kon­zen­trie­ren. Viel­leicht kann ich mein ein­fa­ches, bedürf­nis­lo­ses Leben noch wei­ter ein­schrän­ken, um nicht immer wie­der für Geld arbei­ten zu müs­sen, kann ich mich noch kon­zen­trier­ter, inten­si­ver, aus­schließ­li­cher der Kunst wid­men?

Doch es gelingt mir nicht, mir etwas vor­zu­ma­chen. Egal, was ich anstelle: Es wird grund­sätz­lich nichts daran ändern kön­nen, dass das Leben ein­fach zu kurz ist – und die Kunst viel zu lang.