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Kærkominn logn
Ich betrete den Korridor, weil ich mal wieder das Gefühl habe, mir zerspringt der Schädel. Kennen Sie das? Sie versuchen, Schritt zu halten mit dem, was in der Welt vor sich geht, aber die unablässige Flut an Ereignissen und Entwicklungen, die vielen Appelle und Anforderungen, all die widersprüchlichen Botschaften, die unterschiedlichen Perspektiven und Interessen schlagen wie ein Tsunami auf uns ein und über kurz oder lang in eine veritable Kopfschmerzattacke um.
Das alles rückt hier jedoch in eine unwirkliche Ferne. Niemand außer mir besucht diesen vergessenen, fensterlosen Korridor ohne jeden architektonischen Sinn und Zweck, denn es gibt hier nichts als nackte, kahle Wände.
Das Faszinierende ist: Obwohl es eng, dämmrig und stickig ist, kann ich hier durchatmen, mein Blick wird klar, Herz und Geist weiten sich.
Wohin, in welchen Korridor, ziehen Sie sich zurück, um wieder klar im Kopf zu werden? Vielleicht können wir uns dort einmal – ohne Smartphone, Touchpad, Notebook, ohne Worte und das ganze Brimborium – tief in die Augen sehen …