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Ich betrete den Kor­ri­dor. Vir­tu­ell zumin­dest: Mein neuer 3D-Brow­ser stellt das Inter­net so dar, Minia­tur­an­sich­ten von Web­sites pflas­tern die Wände des Tun­nels sowie Boden und Decke, jede von ihnen eine Tür (oder Fall­tür oder Decken­luke) und damit – nach geziel­tem Klick dar­auf – der Zugang zu unge­zähl­ten Pro­duk­ten, Ange­bo­ten und Ergüs­sen der Netz­ge­meinde, als Text, Bild oder Film. Eine knappe Maus­geste, und ich rase in die­sen unend­lich lan­gen Kor­ri­dor der bun­ten Pixel hin­ein, die sich wie ein gewal­ti­ger Was­ser­fall über mich ergie­ßen: die Diar­rhoe der Noo­sphäre. Fast schwie­ri­ger als in der Biblio­thek von Babel, in die­ser pul­sie­ren­den Flut von Bana­li­tä­ten Gehalt­vol­les, Ori­gi­nel­les oder gar Inspi­rie­ren­des aus­fin­dig zu machen. Trotz­dem springe ich beherzt in den Strom der Meme hin­ein – in der Hoff­nung, nicht voll­ends in den Stru­del hin­ein­ge­so­gen zu wer­den und zu Tode amü­siert unter­zu­ge­hen, son­dern irgendwo da drau­ßen auf die eine wahre Erkennt­nis zu sto­ßen, die mich zu mir selbst fin­den lässt.
 

Noo­sphäre:Link

Die Biblio­thek von Babel:Link