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Field Study

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Ich betrete den Kor­ri­dor aus nie­der­ge­leg­ten Hal­men im früh­mor­gend­li­chen Däm­mer­licht. Er führt, mathe­ma­tisch exakt geschwun­gen, in einen Kreis sorg­sam nie­der­ge­leg­ter Wei­zen­pflan­zen, in des­sen Mitte vor­wit­zig ein auf­rech­ter Strauß aus rund einem Dut­zend ver­floch­te­ner Halme steht. Es ist sehr früh mor­gens, noch vor Son­nen­auf­gang – eine mys­ti­sche Sze­ne­rie, genau so, wie ich mir das für mei­nen Besuch in Süd­eng­land erträumt hatte. Ich bin der Erste, der die For­ma­tion betritt, doch lei­der nicht der Erste, der sie ent­deckt hat: Zuerst höre ich nur das Geräusch des Mäh­dre­schers, dann sehe ich die wuch­tige Maschine als dunk­len Schat­ten auf mich zurol­len. Der Far­mer möchte offen­bar keine Besu­cher in sei­nen Fel­dern, weder die unbe­kann­ten nächt­li­chen Korn­kreis-Macher noch Fans wie mich, die die geo­me­tri­schen For­ma­tio­nen in den Fel­dern als begeh­bare Land­art auf­fas­sen. Zeit, dass ich mich davon­ma­che. Lei­der wird es keine Fotos geben, dazu ist es noch zu dun­kel, und mei­nen Notiz­block und das Maß­band kann ich auch gleich im Ruck­sack las­sen. Gleich schon wird es hier, wo sich die Halme sau­ber gefloch­ten zu Boden nei­gen, nur noch ein gewöhn­li­ches Stop­pel­feld geben.

 

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