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Das Titelbild zeigt eine Collage aus Abbildungen historischer, gewölbter Korridore mit symmetrischen Bögen und Kuppeldecken. Auf der Collage liegen zerknüllte Papierbälle mit handschriftlichem Text und ein beschädigter gelber Bleistift mit Radiergummi.

♫ Tous les trente-six du mois ♫


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Ich betrete den Kor­ri­dor. Und bitte glau­ben Sie nicht, dass es mir leicht fiele. Es ist jedes ver­dammte Mal wie­der ein Angang, eine Stra­paze, ein wei­te­res Über-den-eige­nen-Schat­ten-Sprin­gen. Nicht zu wis­sen, was mich erwar­tet. Die Qual der Wahl, wenn Türen zu den Sei­ten abge­hen, geschlos­sen, aber nicht abge­schlos­sen, unbe­schrif­tet und ohne einen Hin­weis dar­auf, wohin sie sich öff­nen. Die unge­heure innere Anspan­nung, weil es ja eine Falle sein könnte oder hier neue, unge­schrie­bene Gesetze gel­ten, die mir den Tod oder Schlim­me­res brin­gen kön­nen, wenn ich sie unwis­sent­lich über­schreite. Die Gewiss­heit, es wird nicht der letzte Kor­ri­dor sein, und, nein, es wird wohl auch nie leich­ter wer­den, sie zu betre­ten. Im Gegen­teil. Von Mal zu Mal fällt es mir schwe­rer.

Ich bin nicht für Kor­ri­dore geschaf­fen. Las­sen Sie mich den Regen­wald betre­ten, ent­sen­den Sie mich auf ter­ras­sierte Reis­fel­der oder schi­cken Sie mich mei­net­we­gen in die Wüste! Aber Kor­ri­dore, immer diese – wie viele schon? Über hun­dert? – ener­vie­ren­den Gänge, Flure, Zim­mer­fluch­ten?!

Nun gut. Es muss wohl sein. Ich betrete den Kor­ri­dor.