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Das Titelbild zeigt sechs Aufnahmen eines langen, schmalen, hölzernen Korridors mit Fenstern auf einer Seite und wechselnden Lichtmustern auf dem Boden, jeweils einmal mit einer Person am Ende, einem Luftballon, und einem Waschbären ganz vorn.

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Ich betrete den Kor­ri­dor. Wie­der ein­mal. Es ist fast, als würde ich es jeden Tag aufs Neue tun und immer wie­der den­sel­ben Kor­ri­dor betre­ten: den zur phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät. Doch ist das über­haupt mög­lich? Nein. Es scheint nur so. Das Ich ist nicht mehr das von ges­tern, und noch weni­ger das von letz­tem Jahr. Und auch der Kor­ri­dor wirkt zwar wie der, den ich kenne und der mir wohl­ver­traut ist – mit­samt der Schleif­spu­ren, die die metal­le­nen Akten­schränke beim Umzug des Sekre­ta­ri­ats auf den Flie­sen hin­ter­las­sen haben, und ein­schließ­lich des scha­len Geruchs aus der Zeit, als hier noch das Rau­chen erlaubt war –, aber auch er kann gar nicht der von ges­tern sein.

Die Täu­schung ist per­fekt. Ich könnte schwö­ren, dass ich genau diese Schritte hier schon ein­mal gemacht habe, mir genau diese Gedan­ken hier schon durch den Kopf gegan­gen sind. Selbst mit vor­ge­hal­te­ner Pis­tole könnte man mich nicht dazu zwin­gen, dies alles neu und unver­braucht wahr­zu­neh­men. Obwohl: unter Lebens­ge­fahr oder in dem Wis­sen, die­sen Kor­ri­dor zum letz­ten Mal zu betre­ten und in weni­gen Augen­bli­cken mein Leben zu ver­lie­ren, viel­leicht ja doch?

Denn wie heißt es schon von alters her: »Man kann nicht zwei­mal den­sel­ben Kor­ri­dor betre­ten. Auch die See­len stei­gen gleich­sam aus den Kor­ri­do­ren empor.«