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Das Titelbild zeigt eine ältere Frau mit Brille und Kopfhörern, die zwischen Bücherregalen sitzt und in einem aufgeschlagenen Buch liest.

♫ Smṛti ♫


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Ich betrete den Kor­ri­dor. Aber glau­ben Sie nicht, dass ich ein­fach nur hin­ein- und hin­durch­hu­sche. Nein. Ich nehme mir Zeit dafür. Anfangs achte ich dar­auf, erst ein­mal keine Worte zu lesen, auch nicht ver­se­hent­lich, son­dern starte den Sound­track und lau­sche ihm mit halb­of­fe­nen Lidern. Dann, wenn ich ein Gefühl für die Klänge ent­wi­ckelt habe, jedoch ohne sie zu bewer­ten oder irgendwo ein­zu­ord­nen, mit Anfän­ger­be­wusst­sein sozu­sa­gen, wage ich einen ers­ten Blick auf den Text – auf die ers­ten Worte, den ers­ten Satz.

Ist es der, den ich erwarte? Ja. Der Anfang ist immer der­selbe. Schön. Von der Begleit­mu­sik getra­gen wage ich mich wei­ter in den Kor­ri­dor. Zuver­sicht­lich einer­seits, aber auch ein wenig furcht­sam, denn hin­ter jeder Bie­gung kann ein zuvor unge­nann­ter Schre­cken lau­ern.

Doch wie im Traum wird aller Unbill nur Ein­bil­dung sein. Lang­sam und mit Genuss taste ich mich for­schend voran. Die meis­ten Kor­ri­dore sind kurz, viel zu kurz. Manch­mal aller­dings set­zen sie sich in mei­nem Inne­ren, vor mei­nem geis­ti­gen Auge, im Rhyth­mus der Begleit­mu­sik und im Strom mei­ner Gedan­ken und Gefühle fort. Der erste Schritt ist immer gleich. Aber alle wei­te­ren …

Der Sound­track ver­klingt. Ich öffne die Augen. Und trete ins Leben.